Wachstumsbegrenzung

Aus Nachhaltigkeitspolitik
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Begrenzung der Bodenversiegelung

Österreich: Flächeninanspruchnahme 12,5 statt 2,5 ha/Tag (2017)

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Neue Flächeninanspruchnahme in ha/Tag 2001-2012 (Quelle: Umweltbundesamt Österreich 2018)[1]

Bodenverbrauch (oft auch Flächenverbrauch genannt) und Bodenversiegelung in Österreich liegen nach wie vor auf viel zu hohem Niveau. Was sich für die Bauwirtschaft kurzfristig positiv auswirkt, ist für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung von Nachteil, vor allem dann, wenn die Siedlungsentwicklung „auf der grünen Wiese“ erfolgt: Die Anzahl brachliegender Gebäude nimmt kontinuierlich zu und Ortskerne veröden. Eine zerstreute Siedlungsstruktur erhöht die Aufwendungen der Gemeinden für Infrastruktur. Durch schnellere Straßenverbindungen wird einerseits die Mobilität verbessert, aber andererseits werden auch die Alltags- und Transportwege verlängert. Die tägliche Flächeninanspruchnahme in Österreich beträgt 12,9 ha/Tag im Durchschnitt der Drei-Jahres-Periode 2015-2017 und liegt damit noch immer ganz deutlich über dem Reduktionsziel der Strategie für nachhaltige Entwicklung von 2,5 ha/Tag. Der tägliche Verbrauch im Jahr 2017 lag für Bau- und Verkehrsflächen bei 5,7 ha/Tag, für Betriebsflächen bei 5,5 ha/Tag und für Erholungs- und Abbauflächen bei 1,2 ha/Tag. Die Daten werden jährlich neu veröffentlicht.[1]

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Neue Flächeninanspruchnahme in ha/Tag 2013-2017 (Quelle: Umweltbundesamt Österreich 2018)[1]

Bodenverbrauch und Bodenversiegelung zählen europaweit zu den großen umweltpolitischen Herausforderungen Nahezu alle Alltagsverrichtungen und wirtschaftlichen Aktivitäten benötigen befestigte Flächen für Straßen, Parkplätze und Gebäude. Diese wiederum werden meist außerhalb oder an der Grenze bestehender Siedlungen realisiert. Wirtschaftswachstum und Bodenverbrauch sind europaweit stark miteinander gekoppelt. Der jährliche Bodenverbrauch der EU entspricht mit rund 1.000 km² etwa der Fläche Berlins. Neue nachhaltige Ansätze für Siedlungs- und Gewerbeentwicklung ohne zusätzlichen Bodenverbrauch sind daher erforderlich.[1]

Warum ist Bodenverbrauch ein Problem?

Der fortschreitende Bodenverbrauch, der zumeist landwirtschaftlich genutzte Böden betrifft, hat sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich negative Folgen. Wirtschaftliche Konsequenzen deshalb, weil damit die Lebensmittelversorgungssicherheit Österreichs von Jahr zu Jahr abnimmt und die Abhängigkeit von Lebensmittelimporten steigt. Auch die Errichtung und Wartung von Siedlungs- und Verkehrsflächen, die zu einem überwiegenden Anteil aus den Gemeindebudgets - aus den Einnahmen aus Grund- und Kommunalsteuern - finanziert werden müssen, fordern die Budgets der Gemeinden.

Die negativen ökologischen und ökonomischen Effekte, die durch Bodenversiegelung entstehen sind zahlreich:[1]
(Aktuelle Informationen zur Bodenversiegelung finden Sie hier).

  • Verlust der biologischen Funktionen:
    Werden Böden versiegelt, gehen alle biologischen Funktionen verloren. Dieser Prozess ist schwer rückgängig zu machen. Die Entsiegelung von Böden ist ein kostspieliger und zeitaufwendiger Prozess. Zu bedenken ist auch, dass die Bodenneubildung langwierig ist, denn die Neubildung von 1 cm Humus dauert 100 bis 200 Jahre.
  • Verlust der Produktivität:
    Historisch bedingt liegen die meisten Siedlungen in Regionen mit fruchtbarem Ackerland. Siedlungserweiterungen bedingen somit automatisch einen weiteren Verlust von produktiven Böden. Angesichts steigender Energiepreise und der höheren Nachfrage von Böden für die Produktion von Nahrungsmitteln und Biomasse gewinnen innerhalb der EU produktive Böden zunehmend an Bedeutung. In Österreich werden jährlich Böden im Ausmaß von rund 50 km² für Wohnen, Gewerbe, Industrie und Freizeit in Anspruch genommen und somit der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen. Dieser Produktionsverlust entspricht dem jährlichen Nahrungsbedarf von etwa 20.000 Personen.
  • Gefährdung der biologischen Vielfalt:
    Durch zunehmenden Straßenbau werden Landschaften zerschnitten und die Ausbreitung und Wanderung von Pflanzen und Tieren unterbunden. Die Zerschneidung von Lebensräumen kann durch Verschlechterung von Habitatbedingungen zur Abwanderung oder gar zum Verschwinden von Arten führen.
  • Erhöhtes Hochwasserrisiko:
    Hohe Versiegelungsdichten in hochwassergefährdeten Siedlungen erhöhen die Gefahr von Überschwemmungen. Ein Hektar funktioneller (unversiegelter) Boden kann 2.000 m³ Wasser speichern. Im Zuge der Klimaveränderung nehmen die Starkregenereignisse und somit die Überschwemmungen zu. Die Unterbindung der Versickerung von Wasser durch den Boden verhindert die Filterung von Schadstoffen aus dem Wasser und erhöht den Bedarf für die Ableitung von Oberflächenwasser über ein Kanalsystem und kann damit das Hochwasserrisiko verstärken.
  • Verlust der Staubbindung:
    Unversiegelte Böden können Staubpartikel binden. In Städten und stadtnahen Gebieten, wo die Staubbildung besonders hoch ist, liefern Stadtböden einen besonders positiven Beitrag zur Luftverbesserung.
  • Hitzeeffekte. Versiegelter Boden kann kein Wasser verdunsten:
    In Siedlungsräumen mit hohen Versiegelungsraten führt dies zur Veränderung des Mikroklimas und zum Anstieg der lokalen Temperaturen. Daher sind Parkanlagen und „grüne Inseln“ besonders wichtig, um im Sommer deutlich höhere Temperaturen über 35°C in Städten zu vermeiden.[1]

Umweltbundesamt: Empfehlungen für eine für eine nachhaltige Siedlungs- und Freiraumentwicklung

Die Raumordnung im Spannungsfeld der Nutzungsinteressen
Die Bewahrung und der Schutz von Naturraum und Umwelt sind in den Raumordnungsgesetzen und -programmen wichtige Ziele. Diese stehen jedoch oft im Interessenskonflikt mit anderen Zielen, wie zum Beispiel der wirtschaftlichen Entwicklung. In der Umsetzung ist es dann eine Frage der Interessensabwägung, welche Wertigkeit z.B. den Anliegen des Naturschutzes oder des Hochwasservorsorge gegenüber der Siedlungsentwicklung gegeben wird. Dies ist zumeist eine politische Entscheidung.[2]

Im aktuellen österreichischen Raumentwicklungskonzept ÖREK 2011 werden folgende Wirkungsziele für eine nachhaltige Siedlungs- und Freiraumentwicklung genannt:[2]

  • Aktive Bodenpolitik und flächensparende Widmungen reduzieren die Nachfrage nach Neuwidmungen, stärken eine nachhaltige Siedlungsentwicklung und schaffen Freiräume sowie Wirkungsmöglichkeiten
  • Verankerung und langfristige Sicherung von hochwertigen Freiraumfunktionen
  • Reduktion des gesamten Energieverbrauchs von Siedlungen
  • Langfristige Sicherung einer siedlungsnahen Rohstoffversorgung

Empfehlungen zur Reduktion der Flächeninanspruchnahme: Klimaschutz über Gesetze, Fiskalpolitik & Föderungen[2]

  • Ein gemeinsam von Gemeinden, Ländern und Bund getragener Aktionsplan zur Reduktion der Flächeninanspruchnahme ist zu entwickeln und umzusetzen. Damit soll das 2,5-Hektar-Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie bis zum Jahr 2020 angepasst und regionalisiert werden. Dazu ist es notwendig, die Datenlage zu Landbedeckung und -nutzung zu verfeinern. Basierend auf der Evaluierung bestehender Instrumente und Maßnahmen sollen planungsrechtliche und raumordnerische Maßnahmen sowie marktwirtschaftliche und fiskalpolitische Instrumente zur Erreichung dieses Zieles verstärkt in der Nachhaltigkeitsstrategie Eingang finden.
  • Für die Erhaltung wichtiger Ökosystemleistungen sind im Rahmen von sektorübergreifenden, regionalen Strategien und einer flächendeckenden Bewertung Vorranggebiete zu definieren und in Regionalplänen, örtlichen Entwicklungskonzepten und Flächenwidmungsplänen auszuweisen.
  • Raumordnungsrechtliche Maßnahmen zur Naturgefahrenvorsorge, wie die verstärkte rechtliche Koppelung von Gefahrenzonenplanung und Flächenwidmung sind umzusetzen, um den Ermessensspielraum in der Praxis zu reduzieren und damit das Risiko von Schäden zu minimieren. Dazu sind die Rechtsfolgen im Falle der Missachtung der Gefahrenzonenplanung für Wid-mungsentscheidungen im Raumordnungsrecht.
  • Klimaschutz ist in der Raumordnung und -planung gesetzlich zu verankern, integrative Strategien zum Klimaschutz sind zu entwickeln und umzusetzen. Verkehrs-, Energie- und Raumplanung sind unter dem Aspekt einer energieeffizienten Siedlungsentwicklung im Sinne der Energieraumplanung aufeinander abzustimmen.
  • Zersiedelungsfördernde fiskalische Anreize wie das Pendlerpauschale sind ebenso zu hinterfragen bzw. klimafreundlich zu reformieren wie die Wohnbauförderung der Länder sowie andere einschlägig wirksame Förderinstrumente.
  • Klimawandelanpassung ist als Raumordnungsziel gesetzlich zu verankern. Die Instrumente und Verfahren der Raumplanung sind auf allen Planungsebenen auf ihre Eignung, den Klimawandel zu berücksichtigen, zu prüfen und gegebenenfalls zu optimieren. Die in der österreichischen Strategie zur Anpassung an den Klimawandel und im ÖREK 2011 identifizierten Handlungsempfehlungen für das Aktivitätsfeld Raumordnung sind in Zusammenarbeit mit den raumwirksamen Fachplanungen zügig umzusetzen.
  • Ausweisung naturnaher Lebensräume als ökologische Vorrangflächen des Naturschutzes.[2]

Begrenzung des Wachstums der CO2-Emissionen

Bericht an den Club of Rome 2016: Ein Prozent ist genug

"Ein Prozent ist genug" heißt der Bericht an den Club of Rome des Jahres 2016. Er trägt den Untertitel „Mit wenig Wachstum soziale Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und Klimawandel bekämpfen“. Die beiden Autoren Jørgen Randers und Graeme Maxton sind in der Beurteilung der Wochenzeitung Die Zeit zwei der weltweit einflussreichsten Zukunftsforscher.[3] Der deutsche Bundesentwicklungsminister Gerd Müller sagte bei der Buchvorstellung, dass der Club of Rome seiner Zeit immer voraus gewesen sei: „Unser westliches Wirtschafts- und Konsummodell sei nicht das Zukunftsmodell für Indien und Afrika.“[3][4]

In dem Buch geht es nicht nur um eine Begrenzung des Wachstums in den Industrieländern, sondern um eine Abkehr vom derzeitigen marktradikalen Denken insgesamt und um einen radikalen Umbau der Volkswirtschaften. „Das Wirtschaftssystem ist eher der Grund unserer Probleme und nicht ihre Lösung“, so die Autoren. Mit ihren Thesen versprechen sie sich Zustimmung breiter Kreise: „Unsere Vorschläge dürften für die demokratische Mehrheit der Wähler sehr attraktiv sein, denn so gut wie alle Maßnahmen schaffen nicht nur langfristig eine bessere Welt, sondern auch kurzfristig unmittelbare Vorteile für die meisten Menschen“. Neben dem Wirtschaftssystem geht es den Autoren um die Begrenzung der Weltbevölkerung. Die Verdoppelung der Bevölkerung in den vergangenen 50 Jahren identifizieren sie als die Hauptursache für die fortschreitende Zerstörung unseres Planeten und plädieren dafür, die Wachstumsrate der Bevölkerung weiter zu drosseln bzw. ins Negative zu kehren.[4]

"Marshallplan mit Afrika" des Club of Rome: Aufforstung, synthetische Kraftstoffe & Kohlendioxid-Kompensationsprojekte (2018)

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Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher
Mitglied des Club of Rome[5]


Vervielfachung der Emissionen durch Anstieg der Weltbevölkerung um 4 Mrd. von 2000 bis 2050
Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher, renommierter Wissenschaftler, Globalisierungsexperte und Club-of-Rome-Mitglied analysierte am 13. Dezember 2018 bei einem Vortrag in Regensburg den Wirtschaftsstandort Deutschland im Kontext von Globalisierung und Klimafrage. Entscheidend für das Funktionieren der Weltökonomie sei die Lösung des Klima- beziehungsweise Energieproblems. Die aktuellen Lösungsansätze seien allerdings, so Radermacher, zum Scheitern verurteilt. Weder Lebensstilmaßnahmen noch staatliche Klimaschutzanstrengungen könnten einen signifikanten Beitrag zur Kohlendioxid-Reduktion leisten, sagte er. Und das habe mit den Bevölkerungszahlen zu tun. „Im Verhältnis gibt es in Europa kaum Menschen. Die Mehrheit lebt woanders“, so Radermacher. Bevölkerungswachstum und Wohlstandsstreben in den Entwicklungsländern würden dazu führen, dass die Emissionen dort in den nächsten Jahrzehnten um ein Vielfaches steigen würden. Seit 2000 seien weltweit 1,5 Milliarden Menschen – dreimal die Bevölkerung Europas – dazu gekommen, bis 2050 werde die Weltbevölkerung noch einmal um 2,5 Milliarden wachsen. Das meiste Wachstum verzeichne Afrika – einer der Kontinente, der ohnehin schon massiv unter dem Klimawandel leiden würde. „Wir sind schon durchgedreht, als es hieß, eine Million Flüchtlinge zu integrieren. Die Bevölkerung Afrikas wird sich binnen 30 Jahren verdoppeln.[5]

Klimaprobleme müssen vor allem in und mit den Entwicklungsländern gelöst werden
Es liege auf der Hand, dass es im Eigeninteresse der Europäer sein müsse, die Klimaprobleme in und mit den Entwicklungsländern zu lösen. „Wenn sich der Globus auf den Weg macht, so zu leben wie wir, wird er das nicht aushalten.“ Das zeige sich aktuell am Beispiel Chinas. Dort seien im letzten Jahrzehnt fünf Millionen Menschen aus der Armut herausgeholt worden. Folge sei, dass China nun höhere Kohlendioxid-Emissionen verzeichne als USA, Europa und Japan zusammen.[5]

Marshallplan mit Afrika des Club of Rome: Wohlstandszuwachs, ohne die Klimaprobleme zu verschärfen
Radermacher, der vom Klimagipfel im Dezember 2018 in Kattowitz angereist war, stellte auch den Pariser Klimaschutzvertrag von 2015 infrage: „Jeder darf darin erklären, was er tun möchte, muss aber nicht tun, was er sagt. Und selbst wenn alle täten, was sie sagen, würde es nicht reichen.“ Radermacher übte jedoch nicht nur Kritik an der seiner Meinung nach „absurden Weltsicht“, sondern präsentierte auch einen Lösungsansatz – den vom Senat der Wirtschaft Deutschland und dem Club of Rome entwickelten „Marshallplan mit Afrika“. „Ziel des Plans ist es, Wohlstandszuwachs zu ermöglichen, ohne die Klimaprobleme zu verschärfen.“[5]
Radermacher skizzierte drei zentrale Maßnahmen, die klimaneutrale Wachstumsprozesse ermöglichen sollen:

  • die Aufforstung von 200 Millionen Hektar degradierter Böden in Afrika,
  • die Erhöhung der Effektivität der Landwirtschaft und die Erzeugung synthetischer Kraftstoffe.
  • Als wirksames Instrument nannte Radermacher auch hochwertige Kohlendioxid-Kompensationsprojekte durch den Privatsektor.[5]

Club of Rome: Wie jeder mit CO2-Kompensation das Klima retten kann (Jan. 2019)

Auf Fleisch verzichten, nicht mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen und den Müll immer brav trennen - trotz solcher Maßnahmen bleibt der eigene CO-Abdruck tonnenschwer. Es gibt aber eine einfache Maßnahme, die ein klimaneutrales Leben ermöglicht und zugleich auch die internationalen CO2-Zuwächse bremst.

Waldbrände Ende 2018 sind die bisher tödlichsten, die es in Kalifornien jemals gab
Die Bilder aus dem US-Bundesstaat Kalifornien entsetzten 2018 die Welt. Eine Wand aus heiß-züngelnden Flammen fraß sich dort durch Wald und Tal und verschluckte alles, was ihr im Weg stand. Die Waldbrände Ende 2018 sind die bisher tödlichsten, die es in Kalifornien jemals gab. Mindestens 89 Menschen haben ihr Leben durch das Feuer verloren. Und das ist wohl nur eine Vorhut dessen, was noch auf die Menschheit zukommt, wenn es uns nicht gelingt, die Klimakatastrophe abzuwenden.[6]

Franz Josef Radermacher (Mitglied des „Club of Rome“): Jeder kann einen Beitrag leisten
Um das schaffen zu können, muss jeder Einzelne seinen Teil beitragen. Es gibt viele Ideen, wie dieser aussehen kann. Zum Beispiel das Auto stehen lassen oder weniger zu fliegen. Aber löst das wirklich die Klimaprobleme? Wirtschaftswissenschaftler und Mathematiker Franz Josef Radermacher ist Mitglied des „Club of Rome“ und ein internationaler Redner. 2012 hat er den Umweltpreis „Goldener Baum“ gewonnen. Er ist überzeugt: Wer wirklich helfen will, kann das nur über sogenannte „Kompensation“ erreichen. Den CO2-Austoß zu kompensieren heißt, die eigenen Emissionen wieder auf null zu setzten. Das funktioniert beispielsweise über Negativ-Emissionen. Dabei wird Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre wieder dem Boden zugeführt. Etwa über Humusgenerierung oder Aufforstung. „Zugespitzt gesagt: Für das Klima ist jemand, der ein umweltschädliches Auto fährt, aber das dreimal kompensiert, hilfreicher, als jemand, der nur mit seinem Elektrovelo fährt“, erklärt Radermacher im Gespräch mit FOCUS Online.[6]

Projekt „Erneuerbare Energien mit Biogas in Indien“ ist Teil des CO2-Kompensationsfonds der christlichen Kirchen
Doch nicht jeder hat die Möglichkeit, in seiner Freizeit Bäume zu pflanzen. Deshalb schlägt Radermacher folgendes vor: „Investieren Sie in hochwertige Projekte in Nicht-Industrieländern“. Er findet es entscheidend, sein Geld für die richtigen Maßnahmen dort einzusetzen, wo es am dringendsten benötigt wird. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „Erneuerbare Energien mit Biogas in Indien“. Es ist Teil des CO2-Kompensationsfonds der christlichen Kirchen. Global gesehen ist es egal, wo das CO2 kompensiert wird. In Entwicklungsländern wie Afrika lässt sich laut Radermacher pro Euro aber zehnmal mehr erreichen als in Deutschland. Und das ist wichtig, denn China emittiert mittlerweile mehr CO2 als die USA, Europa und Japan zusammen. Und selbst die pro Kopf Emissionen in China sind höher als in Europa. Wenn jetzt Afrika, Indien und Südostasien dem Weg Chinas folgen, verlieren unsere Einsparmöglichkeiten in Deutschland immer weiter an Bedeutung.[6]

Das Klima retten und den Wohlstand fördern
Radermacher macht außerdem klar, dass die Unterstützung von derartigen Klimaschutzprojekten auch noch ein anderes Problem lösen kann. Der Aufbau einer klimaneutralen Wirtschaft in Entwicklungsländern führt auch zu mehr Wohlstand in der dortigen Bevölkerung. Denn der CO2-Ausstoß eines Inders liegt zwar durchschnittlich nur bei rund eineinhalb Tonnen im Jahr - im Gegensatz zu elf eines Deutschen. Trotzdem steht Indien auf der Länderliste mit dem höchsten CO2-Ausstoß. Das liegt daran, dass die Bevölkerungsgröße dort sehr hoch ist. Ein Wohlstandsaufbau in klimaneutraler Weise, wird auch das Bevölkerungswachstum stoppen, was ein weiteres dringendes Erfordernis ist, so Radermacher.[6]

Eine Tonne CO2 zu neutralisieren kostet ungefähr 10 Euro
Eine große Hoffnung sieht der Mathematiker im Privatsektor, besonders bei den Top-Emittern. Diese Gruppe besteht aus einem Prozent der Weltbevölkerung. Sie besitzt einen Großteil des weltweiten Vermögens und ist für rund die Hälfte der globalen Emissionen verantwortlich. Außerdem, meint Radermacher, bringt der Klimawandel einen enormen Vermögensverlust für die Superreichen mit sich. Folgen des Klimawandels bedeuten auch viel Zerstörung von Eigentum. Bis zu einem Drittel seines Reichtums steht für einen Top-Emitter laut dem Mathematiker durchschnittlich auf dem Spiel. Das Klima zu retten würde diese Gruppe im Vergleich nur Peanuts kosten. Er ist überzeugt: „Allein deshalb hat diese Gruppe eine besonders hohe Motivation, dass es nicht zu einer Klimakatastrophe kommt.“[6]

Unternehmen wie der Softwarehersteller SAP und die Rückversicherungsgesellschaft Munich RE sind bereits auf dem Weg in Klimaneutralität. Noch ist diese Entwicklung aber ein Nischenthema. Deshalb fordert Radermacher mehr Beachtung für das Thema, um eine gesellschaftliche Diskussion darüber anzustoßen. Denn jeder kann sofort aktiv werden. Auch als Privatperson hat jeder die Möglichkeit, seine jährliche CO2-Bilanz zu kompensieren, indem er in Klimaschutzprojekte einzahlt. Auf manchen Portalen, wie Myclimate.de, kann jeder seine Emissionen individuell ausrechnen lassen. Ein Deutscher erzeugt im Schnitt elf Tonnen pro Jahr. Die Anzahl an CO2-Tonnen, die eine Person jährlich erzeugt, variiert jedoch von Person zu Person. Bei Myclimate und anderen Anbietern, wie South Pole, BaumInvest oder Plant-for-the-Planet, lässt sich der CO2-Abdruck kompensieren. Eine Tonne zu neutralisieren kostet ungefähr 10 Euro. „Durch dieses Geld können Sie sich sicher sein, dass die Klimasituation der Welt sich durch Ihre Existenz nicht verschlechtert“, so Radermacher.[6]

Fridays for Future: Warnung vor globaler Temperaturerhöhung und Stadthitze

Sollte es nicht gelingen, die globale Temperaturerhöhung auf 1,5 Grad zu begrenzen, so kommt es zunehmend zu Hitzewellen, Dürreereignissen, Anstieg des Meeresspiegels und Abschmelzen des Eises an den Polkappen. Auch kriegerische Auseinandersetzungen sind aufgrund der Bevölkerungsexplosion und der daraus resultierenden zunehmenden Verknappung von Ressourcen zu befürchten.[7][8] Im schlimmsten Fall erhitzt sich unser Planet durch selbstverstärkende Effekte immer weiter bis er letztlich für die Menschheit unbewohnbar wird.[9][10]

All das ist seit vielen Jahren bekannt und die Appelle der Wissenschaftler werden von Jahr zu Jahr dringlicher. Tatsächlich wurde dann auch 2015 im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbart, dass die maximale globale Temperaturerhöhung deutlich unter 2 Grad Celsius begrenzt werden muss. Damit wurde indirekt auch festgelegt, dass unserer Menschheit noch ein bestimmtes CO2-Budget zur Verfügung steht, welches nicht überschritten werden darf. Das Problem: Kein einziges Land der Welt hält sich aktuell an diese Vorgaben! Bereits in 10 - 15 Jahren wird dieses Budget aufgebraucht sein, wenn die Emissionen weiterhin auf dem aktuellen Niveau verharren oder wie in Österreich sogar in den letzten 3 Jahren wieder angestiegen sind. Es scheint also, als würde die Wirtschaft und Politik, bewusst unsere Zukunft für kurzfristige Profite oder Wahlerfolge aufs Spiel setzen. Es werden nicht annähernd jene Maßnahmen getroffen, die notwendig wären, um das überlebensnotwendige 1,5 Grad Ziel zu erreichen. Auf den Homepages von Fridays for Future Österreich[9] und Fridays for Future Deutschland[9][10]wird immer wieder informiert, wann und wo genau Aktionen zum Klimaschutz in Linz stattfinden.[9]

Sharing Economy zur Begrenzung des Produktionswachstums

Digitale Technologien bilden die neue Infrastruktur des Wohlstands. Dieser drückt sich aber nicht darin aus, dass immer mehr Investitions- und Konsumgüter hergestellt werden. Im Gegenteil. Das Internet der Dinge, datenbasierte Geschäftsmodelle, die Künstliche Intelligenz und die Blockchain heben die Sharing Economy auf das nächste Level. Wer mehr teilt muss weniger produzieren. [11]

Am Beispiel von UBER & AirBNB wird Widerstand gegen Sharing Economy sichtbar

Wie erfolgreich die Sharing Economy ist, zeigt der Widerstand gegen sie: Weltweit gehen Taxifahrer auf die Straßen, veranstalten Sternfahrten und zünden auch schon mal Reifen und Fahrzeuge an, um gegen den Fahrdienst Uber zu protestieren. Sie fühlen sich bedroht durch die Idee, dass private Autos und Fahrer nun die Menschen durch die Städte kutschieren. Mit einer Bewertung von 69 Milliarden Euro gilt Uber gleichzeitig als vielversprechendstes Start-up der Welt, das Geschäftsmodell als wegweisend und auch als Vorläufer für autonome Mobilitätssysteme. Uber hat längst Nachahmer gefunden. Der weltweit größte Anbieter in diesem Segment ist das chinesische Start-up Didi Chuxing, das 400 Millionen Kunden in 40 chinesischen Städten bedient. Über Partnerunternehmen ist Didi Chuxing aber auch in anderen Märkten aktiv, zum Beispiel in Paris. Ein weiterer Markt, in dem der Sharing Economy Gegenwind entgegenbläst, ist der Wohnungsmarkt. Metropolen, in denen Mietwohnungen knapp und teuer geworden sind, dämmen regulatorisch den Siegeszug von Airbnb ein. Der Grund: Die Idee, ungenutzten Wohnraum vorrübergehend an Reisende zu vermieten, ist längst zu einem Geschäftsmodell mutiert. Viele Immobilienbesitzer vermarkten ihre Wohnungen nur noch über Airbnb und entziehen sie dem Angebot für potenzielle Langzeitmieter. Es sind Wettstreite um die Märkte von morgen, die rund um die Sharing Economy ausgetragen werden. Tradition versus Zukunft, analog versus digital, Konsum versus Teilen, Sicherheit versus Agilität – nicht nur im Job, auch im Privaten.[11]

Car Sharing & Sharing Economy: Gesellschaft profitiert, Leben wird erschwinglicher

Die Sharing Economy erschüttert Märkte und erfreut sich großer Beliebtheit. 2015, so ergab eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), hatten bereits 46 Prozent der Deutschen Angebote der Sharing Economy genutzt. 35 Prozent zählten zu den Anbietern von Sharing-Produkten. Sie ließen sich vor allem von dem Gedanken leiten, dass die Gesellschaft profitiert (76 Prozent) und das Leben erschwinglicher wird (71 Prozent), wenn Güter und Services geteilt statt immer wieder neu gekauft werden. Ihr Interesse konzentrierte sich auf Medien- und Unterhaltungsangebote (33 Prozent), Konsumgüter wie Kleider oder Spielzeug (31 Prozent) und den Markt Automobile und Transport (28 Prozent). Car Sharing gilt als einer der vielversprechendsten Märkte der Sharing Economy. Besonders populär, das zeigen Untersuchungen des Marktforschungsinstituts TNS Infratest, ist das Teilen bei den Unter-40-Jährigen. „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“ – dieser einst von den Sparkassen in einem Werbeslogan komprimierte Besitzerstolz kommt bei jungen Leuten nicht mehr gut an. Viele Millennials pfeifen auf Eigentum. Der Zukunftsdenker Jeremy Rifkin, der die Sharing Economy propagiert wie kein Zweiter, beschrieb schon in den 2000er-Jahren in seinem Buch „Access – Das Verschwinden des Eigentums“ den Kern dieses Paradigmenwechsels: "Im kommenden Zeitalter treten Netzwerke an die Stelle der Märkte, und aus dem Streben nach Eigentum wird Streben nach Zugang, nach Zugriff auf das, was diese Netzwerke zu bieten haben."[11]

Open-Source & Wikipedia: Urheber räumen der Öffentlichkeit Nutzungsrechte ein, Sie „sharen“ ihre Werke

Teilen liegt im Trend. Übrigens nicht zum ersten Mal. Im vorindustriellen Zeitalter kannten die Dorfgemeinschaften die Allmende, gemeinschaftlich genutztes Weideland, wie es heute noch vereinzelt in einigen europäischen Gegenden und in Entwicklungsländern zu finden ist. Die englische Übersetzung für Allmende heißt „commons“, ein Begriff, der heute für die gemeinschaftliche Nutzung von Inhalten im Internet steht. Wikipedia-Einträge stehen zum Beispiel unter einer Creative-Commons-Lizenz, das heißt, Urheber räumen der Öffentlichkeit weitgehende Nutzungsrechte ein. Sie „sharen“ ihre Werke und ihr Wissen großzügig mit der Welt. In der Open-Source-Bewegung werden Programmcodes kostenlos geteilt. Die Frage, ob „Allmende“-Güter bei der Weiterentwicklung des Wirtschaftssystems eine Rolle spielen können, beschäftigen zum Beispiel den Ökonomen und Journalisten Paul Mason in seinem Buch „Postkapitalismus – Grundrisse einer kommenden Ökonomie“. Ein Bestandteil seiner Vision sind Kooperativen, die einerseits den Markt bedienen, darüber hinaus aber auch der Allmendeproduktion verpflichtet sind und dadurch einen sozialen Charakter erhalten.[11]

Erfolgreiche Modelle der Sharing Economy basieren auf Internet-Plattformen

Ohne das Internet und die Digitalisierung wäre dieser Bewusstseinswandel nicht denkbar. Erst die Plattform-Ökonomie ermöglicht es, in großem Stil Angebot und Nachfrage zusammenzubringen. Viele erfolgreiche Modelle der Sharing Economy basieren auf Plattformen, die nach dem Peer-to-Peer-Prinzip organisiert sind, ein Konzept, das einst mit der Auktionsplattform Ebay populär geworden ist. Die Plattform stellt nur die zentralen Vermittlungsdienste zur Verfügung, schafft einen rechtlichen Rahmen und führt die Transaktionen durch. Sie besitzt selbst kein einziges Gut und lebt von Provisionen aus den vermittelten Abschlüssen. Airbnb hat nicht ein Hotelbett, Uber nicht ein einziges Auto. Und doch haben diese Start-ups die Energie, eine Branche komplett durcheinanderzuwirbeln. Die Gründe sind vielfältig: Sie bringen neue Wettbewerber, häufig Privatpersonen, in einen Markt, der bislang professionellen Anbietern vorbehalten war. Ihr Geschäftsmodell ist hochskalierbar und lässt sich mühelos globalisieren. Sie organisieren die Customer Journey in den Märkten neu. Wenn Menschen etwas kaufen oder buchen möchten, ziehen sie immer häufiger auch ein Sharing-Angebot in Erwägung. Schlimmer noch für etablierte Anbieter: Die Plattformen kapern die Kundenbeziehung, sichern sich die Hoheit über die Daten. Sie werden zentraler Kommunikationspartner der Kunden. Der wahre Anbieter der Leistung, zum Beispiel eine Hotelkette, ist ausgebootet.[11]

Wirtschaft in der EU muss umdenken: Mitfahrzentralen nutzen Transportkapazität von Autos effektiver

Von dieser ersten Welle der Sharing Economy wurde die deutsche Wirtschaft kalt erwischt. Sharing-Plattformen sind in erster Linie Sache der US-amerikanischen Internetwirtschaft. Mit den Plattformen zeigen die Silicon-Valley-Unternehmen, dass in ihren großspurigen Weltverbesserungsphantasien zumindest ein Körnchen Wahrheit steckt. Der Grund: Im Kern steht die Idee, Überfluss zu verteilen. Nicht genutzten Wohnraum. Herumstehende Autos. Leere Büroräume. Im Keller schlummernde Werkzeuge. Börsen, an denen überschüssige Energie gehandelt wird, sind damit ebenso Teil der Sharing Economy wie Mitfahrzentralen, die dafür sorgen, dass die Transportkapazität eines Autos effektiver genutzt wird.[11]

Grenzkostenreduktion durch Teilen von Kapazitäten in der Produktion

Man würde der Sharing Economy aber nicht gerecht, wenn man sie auf den Peer-to-Peer-Gedanken und die populären Plattformen reduzieren würde. Streaming-Dienste zum Beispiel funktionieren nicht nach diesem Prinzip. Wer über Apples iTunes oder Spotify Musik streamt oder über Netflix Filme und Serien schaut, geht keinen Deal mit Urhebern und Produzenten ein. Gleiches gilt beim Download von E-Büchern bei Amazon oder anderswo. Geschäftspartner ist dann eine E-Commerce-Plattform, die ihrerseits die Inhalte lizensiert hat. Sie stehen heute schon für ein Phänomen der Share Economy, das in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen wird: Die Grenzkosten tendieren gegen null. Grenzkosten bezeichnen den Aufwand, den ein Unternehmen für ein weiteres Angebot an einen Kunden aufwenden muss. Jedes weitere Auto, das produziert wird, muss der Hersteller mit tausenden Euro vorfinanzieren und darüber hinaus in Vermarktung und Vertrieb investieren. In einer Welt der Daten und digitalen Güter schmelzen diese Kosten jedoch in sich zusammen. Eine Software, einen Song, einen Film oder einen Text einem weiteren Kunden zur Verfügung zu stellen, kostet so gut wie nichts. Deshalb skalieren Sharing-Modelle, so sie denn den Nerv der Kundschaft treffen, mit hohem Tempo. Richtig spannend wird es aber erst im nächsten Schritt: Das Null-Grenzkosten-Prinzip springt auf die Produktion, den Kernbereich der Industrie über. Die Sharing Economy von morgen vermarktet einerseits Überkapazitäten an Produktionsmitteln, andererseits verwandelt sie jeden Konsumenten in einen potenziellen Produzenten, also „Prosumer“. Unternehmen werden in Zukunft über das Netz ihre Überkapazitäten in der Produktion teilen. Denn: Nicht alle Unternehmen fahren Rund-um-die Uhr-Schichten. In vielen Fabriken gibt es immer wieder Zeiten des Stillstands. Maschinen stehen nutzlos herum. Diese „Ruhezeiten“ werden künftig mit anderen Unternehmen geteilt. Es wird Plattformen geben, auf denen diese Kapazitäten angeboten und nachgefragt werden, wo die Betreiber der Maschinen und die Interessenten an Produktionszeit zusammenfinden. Noch wirkt dieser nächsten Stufe der Share Economy das Wesen der Maschinen entgegen. Sie müssen jedoch mit einigem Aufwand für jeden neuen Auftrag umgerüstet und vorbereitet werden. Aber mit dem Siegeszug des 3D-Drucks verändern sich die Parameter. 3D-Drucker sind deutlich flexibler. Und schwer im Kommen.[11].

Buchtipps dazu:

  • Jeremy Rifkin, Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft. Das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus. Frankfurt 2014
  • Ralf T. Kreutzer und Karl-Heinz Land, Dematerialisierung – Die Neuverteilung der Welt in Zeiten des Digitalen Darwinismus, Köln 2015
  • Paul Mason, Postkapitalismus – Grundrisse einer kommenden Ökonomie, Berlin 2016[11]

Internet der Dinge (IoT), „Internet of Services“ und Blockchain

Möglich wird die Grenzkostenrerduktion durch das Internet der Dinge (IoT), oder besser das „Internet of Services“, mit dem Milliarden Menschen über ihre Smartphones bereits verbunden sind. Mit der Blockchain erhält die IoT-Welt ein sicheres, transparentes und schnelles Betriebssystem, ein Protokoll des Vertrauens, das Peer-to-Peer-Transaktionen weiter vereinfachen wird. IoT und Blockchain bilden die Basis für die Sharing Economy 2.0. Es ist ja bereits eine Selbstverständlichkeit, dass Kunden ihre Sneaker oder Sportschuhe selber gestalten können. Aber das ist nur der Anfang. Über das Internet der Dinge werden die Verbraucher künftig 3D-Drucker ansteuern können und hochpersonalisierte Designs und Formen bestellen.[11]

Weitere Informationen

Seit 2008 verleiht die 'Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis' jährlich den Deutschen Nachhaltigkeitspreis[12] öffentlichkeitswirksam im Rahmen einer großen Gala.[13]

Feedback / siehe auch

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Links bei Wikipedia

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Links im Internet / Web-Links

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Quellen / Einzelnachweise

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  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Umweltbundesamt Österreich: Flächeninanspruchnahme 2001-2017, abgerufen am 30.12.2018
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Umweltbundesamt Österreich: Empfehlungen für eine für eine nachhaltige Siedlungs- und Freiraumentwicklung, abgerufen am 30.12.2018
  3. 3,0 3,1 Zukunftsforscher plädieren für Ein-Kind-Politik in Industrieländern, Die Zeit, 13. September 2016, abgerufen am 25. Mai 2019
  4. 4,0 4,1 Ein Prozent ist genug; Bericht an den Club of Rome des Jahres 2016 mit 13 Vorschlägen zur Drosselung von Bevölkerungswachstum und Erderwärmung, abgerufen am 25. Mai 2019
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 Marshallplan gegen den Klimakollaps: Franz Josef Radermacher, Globalisierungsexperte und Club-of-Rome-Mitglied,
    referierte am 13.12.2018 beim Businessclub Regensburg, mittelbayerische.de, Stephanie Burger, 14. Dezember 2018, abgerufen am 25.12.2018
  6. 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 6,5 Kompensationsmethode: "Club of Rome"-Mitglied erklärt, wie jeder das Klima retten kann, FOCUS-Online-Autorin Janina Schrupp, 10.01.2019, abgrufen am 19.1.2019
  7. Univ.-Prof. Gunnar Heinsohn (Universität Bremen): Genozide durch Bevölkerungsexplosion
  8. Univ.-Prof. Hartmut Dießenbacher (Universität Bremen): Genozide durch Bevölkerungsexplosion
  9. 9,0 9,1 9,2 9,3 Fridays for Future, Österreich, abgerufen am 24.5.2019
  10. 10,0 10,1 Fridays for Future, Deutschland, abgerufen am 24.5.2019
  11. 11,0 11,1 11,2 11,3 11,4 11,5 11,6 11,7 11,8 Sharing Economy – Teilen ist das neue Haben, von Karl-Heinz Land, Member of the Advisory Board bei Blockchain Research Institute, veröffentlicht auf www.linkedin.com am 26. April 2018. Karl-Heinz Land ist Digital Evangelist und Gründer der Strategie- und Transformationsberatung neuland sowie Sprecher der Initiative Deutschland Digital (IDD).
  12. Deutscher Nachhaltigkeitspreis auf Nachhaltigkeitspreis.de
  13. Große Gala auf Nachhaltigkeitstag.de